Strukturierte Patienteninformation – Rheumatoide Arthritis "StruPi-RA" (Train-the-Trainer)

Inhalte

Wenn ein Mensch Patient:in wird, wenn Schmerzen nicht mehr einfach so von selbst weggehen, wenn man erfährt, dass man chronisch krank ist, verändert sich das Leben. Die Diagnose „Rheumatoide Arthritis“ bedeutet für die Betroffenen und meist auch ihre Familien viele Fragen, Ängste und Herausforderungen. Auch ein Therapiewechsel, sei es wegen fehlender Wirkung oder Nebenwirkungen, erfordert viel Aufklärungs- und Motivationsarbeit. In der Sprechstunde bleibt häufig nur wenig Zeit dafür. Eine chronische Krankheit erfordert aber das Mitwissen und Mitmachen der Patient:innen.

Um Betroffenen einen Grundstock an Informationen zu vermitteln, wurde StruPI (strukturierte Patienteninformation) ins Leben gerufen. StruPi ist ein modulares Konzept für Patientenseminare in Praxen und Ambulanzen und entspricht dem Rahmenkonzept für rheumatologische Patientenschulungen der DGRh*. Im Mittelpunkt stehen grundlegende medizinische Informationen zu Krankheit, Diagnose und Therapie sowie zur Krankheitsbewältigung.

* Mehr zum Rahmenkonzept finden Sie auf der Homepage der DGRh:
www.dgrh.de/Start/Versorgung/Patienteninformation-und--schulung/Patientenschulung.html

Zum Unterschied von StruPI (Strukturierte Patienteninformation) und StruPS (Rheumatologische Patientenschulung): StruPI steht für Patienteninformation. Es ist als Erstinformation für Patient:innen gedacht, bei denen die Diagnose Rheumatoide Arthritits noch nicht lange zurück liegt.
StruPS steht für Patientenschulung und führt die Information weiter: Das eigene Krankheitsmanagement der Patient:innen erhält mehr Gewicht und das Programm ist flexibler, um den Bedarf verschiedener Einrichtungen abdecken zu können.

Zielgruppe: Ärztin/Arzt, Rheumatolog:innen und ihre Praxisassistenz, die an der Weiterbildung zur Rheumatologischen Fachassistenz DGRh - BDRh erfolgreich teilgenommen haben, und die ein Informationskonzept für die Erstinformation von Patient:innen mit Rheumatoider Arthritis durchführen möchten.

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. med. Ina Kötter

Ich wurde 1962 in Nürnberg geboren. Nach dem Besuch der Schule in Ennepetal und Berlin und dem Studium der Germanistik, Anglistik und Romanistik in Berlin und Tübingen (Zwischenprüfung) habe ich von 1982 an in Tübingen Humanmedizin studiert. Nach der Promotion 1990 war ich bis 2012 zunächst als Assistenzärztin und später als Leitende Oberärztin für den Bereich Rheumatologie in der Abt. Innere Medizin II am Universitätsklinikum Tübingen beschäftigt. Dort wurde von mir das Interdisziplinäre Zentrum für Immunologie, Rheumatologie und Autoimmunerkrankungen (INDIRA) mitbegründet. Meine Prüfung für die Innere Medizin legte ich 1995 ab, 1996 folgte die Prüfung als internistische Rheumatologin, und 1998 das Teilgebiet der Hämatologie und Onkologie. 2004 habe ich an der Tübinger Universität über die Epidemiologie, Pathogenese und Therapie des M. Behcet habilitiert. 2012 bis 2013 war ich in einer Stuttgarter Praxis und im Robert-Bosch-Krankenhaus tätig, 2014 bin ich als Chefärztin der Abteilung für Rheumatologie, Immunologie und Nephrologie an die Asklepios Klinik in Hamburg-Altona gewechselt. Seit dem 1.10.2019 bin ich die Leiterin der Sektion für Rheumatologie und entzündliche Systemerkrankungen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Klinikum Bad Bramstedt, und gleichzeitig auch Direktorin der Klinik für Rheumatologie und Immunologie in Bad Bramstedt. Foto © privat

Dr. med. Florian Schuch

Dr. Florian Schuch studierte von 1984 bis 1991 Medizin in Erlangen, Wien und USA. Seine Ausbildung zum Internisten und Rheumatologen absolvierte er in Erlangen in der renommierten Medizinischen Klinik 3 unter der Leitung von Prof. J. R. Kalden und Nürnberg. Seit 2000 ist er niedergelassen, zunächst in Einzelpraxis mit haus-und fachärztlicher Versorgung, seit 2001 in einer Schwerpunktpraxis für Rheumatologie und Nephrologie. Er besitzt die Zusatzqualifikationen Blutreinigungsverfahren, Osteologie, psychosomatische Grundversorgung und immunologische Labordiagnostik. Dr. Schuch engagiert sich in der LÄK im Bereich Weiterbildung, bei der KV Bayern im Bereich Labordiagnostik, im BDRh, der AGRZ für die Patientenschulung und der Weiterbildung der Rheumatologischen Fachassistenten und der MFA für Rheumatologie. 2014 wurde ihm die Kussmaul-Medaille der DGRh verliehen. Seit 2018 ist er in der Focus-Liste „Top Mediziner Rheumatologie“. Er ist im Vorstand des ÄKV Erlangen, des BDRh Bayern und Deutschland, der Deutschen Rheumastiftung und im Rheumazentrum Erlangen. Dr. Schuch lebt in Erlangen, ist verheiratet und hat drei Töchter. Foto © privat

Referenten

Roland Küffner

Dipl.-Psych. M.A. Roland Küffner arbeitet seit 2005 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Würzburg im Arbeitsbereich Medizinische Psychologie und Psychotherapie. Seit 2018 ist der Arbeitsbereich im Zentrum für Psychische Gesundheit des Universitätsklinikums Würzburg angesiedelt. Dort wirkte er in zahlreichen Forschungsprojekten zu Patientenschulung, Gesundheitsförderung und Verhaltenspsychologie mit. Unter anderem hat er für die Patientenschulung in der Rheumatologie zusammen mit DGRh, VRA, BDRh und Rheuma-Liga ein Rahmenkonzept, Curricula und Fortbildungen konzipiert und evaluiert. Im Rahmen seiner Tätigkeiten baute er auch den Verein Zentrum Patientenschulung und Gesundheitsförderung (ZePG e. V.) mit auf, der wissenschaftliche Tätigkeiten in dem Bereich fördert, verschiedene Akteure dieses Themenfeldes vernetzt und selbst seit vielen Jahren Fortbildungen für Praktiker anbietet.

Antje Kathrin Lielich-Wolf

Professional Business Coach, Trainerin und Autorin. Antje Lielich-Wolf ist Diplom Pädagogin / Andragogin, Diplom Gesundheitspädagogin SKA und Diplom Theaterpädagogin. Sie hat Erziehungswissenschaft / Andragogik (Erwachsenenbildung) Psychologie und Soziologie in Deutschland und den USA studiert. Seit 15 Jahren ist sie in der beruflichen Fort- und Weiterbildung als Trainerin und Coach tätig und leitet Ihr eigenes Weiterbildungsinstitut: http://www.kunstunddialog.de , www.lielichwolfconsulting.de, www.artofdialogue.de. Ihre Trainingsschwerpunkte sind interpersonale Kommunikation, Vermittlung, agiles Führen, Kommunikationsverhalten, Moderation, Gesundheitsförderung, Dialog und Begleitung von Veränderungsprozessen. Frau Lielich-Wolf ist Mitglied im dvct – deutscher Verband für coaching und training. e.V. Foto © privat

zur Anmeldung

Das StruPI-Konzept

  • Erstinformation der Betroffenen
  • Drei konsekutive Veranstaltungen a 90 Minuten
  • Interaktive Durchführung durch Ärzt:innen und rheumatologische Fachassistenz
  • Maximal zwölf Patient:innen pro Veranstaltung
  • Aktivierender Ansatz: Vortrag, Mitmachelemente, Gespräch und Interaktion als didaktisches Prinzip
  • Verweis auf die weiterführende Patientenschulung und Hilfsangebote der Deutschen Rheuma-Liga


Train - the - Trainer-Seminar StruPI

Im Train - the - Trainer-Seminar lernen Sie:

  • Wie moderiere ich eine Patientengruppe?
  • Wie gehe ich auf unterschiedliche Fragen der Patient:innen ein, ohne den Faden zu verlieren?
  • Wie nutze ich Medien, teilnehmeraktivierende Methoden?
  • Wie präsentiere ich mich einem Publikum?
  • Wie bediene ich professionell Beamer, Computer, Flip Chart?

Alle Techniken werden individuell mittels Rollenspielen und Simulationen trainiert. Hohe Teilnahmebereitschaft und Mitarbeit sind erwünscht.

Teilnehmen können max. 16 Personen pro Seminar.

Infoflyer:     bitte hier klicken

Ablaufplan: bitte hier klicken

StruPI ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft Regionale Kooperative Rheumazentren, dem Berufsverband Deutscher Rheumatologen und der
Deutschen Rheuma-Liga.

Mit Klick auf den Button "Anmeldung" gelangen Sie zum Registrierungsportal „m-anage“. Nach ggf. Registrierung und verbindlicher Anmeldung erreicht Sie aus dem Portal eine Nachricht. Damit akzeptieren Sie die Teilnahmebedingungen für Kurse der Rheumaakademie. Bitte beachten Sie auch unsere Stornierungsfristen!

Strukturierte Patienteninformation – Rheumatoide Arthritis "StruPi-RA" (Train-the-Trainer)

13. April 2024, 09:00 - 17:30 UhrBerlinPräsenz

Zielgruppe
Ärztin bzw. Arzt, Rheumatolog:innen und ihre Praxisassistenz, die an der Weiterbildung zur Rheumatologischen Fachassistenz DGRh – BDRh erfolgreich teilgenommen haben

Kosten
150 €

CME-Punkte
11

Veranstalter
Rheumatologische Fortbildungsakademie GmbH

Organisator
Rheumatologische Fortbildungsakademie GmbH

zur Anmeldung

Kontakt

Rheumatologische Fortbildungsakademie GmbH
Wilhelmine-Gemberg-Weg 6 · Aufgang C
10179 Berlin

Ihre Ansprechpartnerin: Irina Sachs
Tel.: + 49 30 240 484 - 63
Fax: + 49 30 240 484 - 89
E-Mail: irina.sachs@rheumaakademie.de

Veranstaltungsort

Rheumatologische Fortbildungsakademie GmbH
Wilhelmine-Gemberg-Weg 6 · Aufgang C, 2. OG (mit Fahrstuhl)
10179 Berlin