Glossar


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A

ACR-Response-Kriterien

Vom American College of Rheumatology (ACR) entwickelte Standard-Bewertungskriterien, die in klinischen Studien als Entscheidungsgrundlage dafür verwendet werden, ob bei den RA-Symptomen eines Patienten eine Besserung eingetreten ist. Es handelt sich um einen kombinierten Bewertungsmaßstab der Verbesserung mit einer Kennzeichnung mit ACR20, ACR50 und ACR70. Dies entspricht einem Besserungsgrad von jeweils 20, 50 oder 70 Prozent bzgl. der Zahl der druckschmerzhaften Gelenke, der Zahl der geschwollenen Gelenke, der Schmerzeinschätzung des Patienten, der Gesamtbeurteilung der Krankheitsaktivität durch den Patienten, der Gesamtbeurteilung der Krankheitsaktivität durch den Arzt sowie der Einschätzung der funktionellen Kapazität

ACR American College of Rheumatology

Wissenschaftliche Fachgesellschaft von Rheumatologen und weiteren medizinischen Berufsgruppen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Früherer Name: American Rheumatism Association.

AGKJR

AG Kinder- und Jugend-Rheumatologie

Akut-Phase Proteine

Eiweißstoffe im Blutplasma, deren Konzentration bei akuten entzündlichen Prozessen bzw. in der akuten Phase chronisch entzündlicher Prozesse erhöht ist; Marker für mögliches Vorliegen einer rheumatischen Erkrankung

Analgetikum

Medikament oder Behandlung mit schmerzlindernder Wirkung.

Angiogenese

Entwicklung neuer Blutgefäße.

Antigen

Eine Substanz (m Allgemeinen ein Protein oder Kohlenhydrat), die der Körper als körperfremd erkennt und die eine Entzündungsreaktion auslösen kann, die sich u. a. in der Bildung von Antikörpern und der Aktivierung von T-Zellen äußert.

Antikörper

Besondere Proteine des Immunsystems, die von weißen Blutkörperchen gebildet werden und Fremdsubstanzen (Antigene), die in den Körper gelangt sind, neutralisieren können.

Antinukleäre-Antikörper-Panel

Tests für eine Gruppe von Antikörpern, die vom Immunsystem gebildet werden und Substanzen im Zentrum (Nukleus) von Zellen angreifen. Diese Antikörper werden mit systemischen Krankheiten wie RA und systemischem Lupus erythematodes (SLE) in Verbindung gebracht.

APC / AP-Zelle  Antigen-präsentierende Zelle

Eine spezialisierte Zelle, die Antigene verarbeitet und ein Signal an andere Zellen gibt, damit diese eine Entzündungsreaktion gegen das Antigen koordinieren.

ARO

Arbeitsgemeinschaft Rheumatolgischer Orthopäden

Arthritis

Gelenkentzündung aufgrund von Störungen wie Autoimmunkrankheiten, Abnutzung und Verschleiß (siehe Osteoarthritis) und Infektionen.

Arthrose

Abnutzungserscheinungen der Knie-, Hüft-, Schulter- und Fingergelenke oder der Wirbelsäule durch Verschleiß

Arthroskopie 

"Gelenkspiegelung" Bei diesem Verfahren ist es möglich mit einer kleinen Kamera das jeweilige Gelenk zu betrachten und kleinere Eingriffe durchzuführen.

Arthrozentese

Verfahren, bei dem zu Testzwecken eine Probe der Flüssigkeit eines Gelenks ent­nommen wird.

AS

ankylosierenden Spondylitis

ASAS 

ankylosing spondylitis outcome assessment group

Auto-Antikörper

Ein Antikörper, der normales Gewebe angreift.

Autoimmunerkrankung

Fehlgeleitete Abwehrreaktion gegen Strukturen des eigenen Körpers

Autoimmunkrankheit

Ein Krankheitsprozess, in dessen Verlauf durch eine Störung der normalen Funktion des Immunsystems normale Gewebe angegriffen werden. Eine Vielzahl von Erkrankungen, u.a. RA, beruht auf dieser Störung.

 


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B

Bakterien

Krankheitserreger; Kleinstlebewesen, die Entzündungen, Eiteransammlungen und Krankheiten auslösen können

BASDAI Bath Ankylosing Spondylitis Disease Index

Der BASDAI (Garret 1994) ist ein validiertes Instrument zur Erfassung der Krankheitsaktivität bei Patienten mit einer ankylosierenden Spondylitis (AS) und seronegativen Spondyloarthritiden, es liegt eine validierte deutsche Version vor (Brandt 2003). Der BASDAI wurde in die Empfehlungen der DGRh als Indikations- und Responseinstrument für eine Therapie mit TNFalpha-hemmenden Wirkstoffen bei AS aufgenommen und wird ebenfalls im Rahmen zulassungsrelevanter Studien bei der AS benutzt. Die Antworten auf die sechs Fragen werden auf einer 11-Likertskala gegeben, der Höchstwert des Scores ist 10.

BASFI Bath Ankylosing Spondylitis Functional Index

Der BASFI ist ein validiertes Instrument zur Erfassung der funktionellen Beeinträchtigung von AS-Patienten (Calin 1994, Ruof 1994). Die Antworten werden auf einer 11-Likertskala gegeben, der Höchstwert ist 10.

Basismedikament

= Basistherapeutikum; Greift aktiv in den Krankheitsverlauf ein und kann so Einfluss auf das Fortschreiten der Erkrankung nehmen. Wirkung setzt spät ein, ist dafür aber lang andauernd. Typische Basismedikamente bei Rheuma: Methotrexat, Ciclosporin.

BASMI  Bath Ankylosing Spondylitis Metrology Index

Der BASMI erfasst die Beweglichkeit der Wirbelsäule mittels folgender Werte: - Tragus-Wand-Abstand - laterale Flexion - lumbale Flexion - intermalleoläre Distanz - und cervicale Rotation (Brandt 2003, Jenkinson 1994). Diese Messparameter werden jeweils in drei Skalen unterteilt, die von 0 bis 2 bewertet werden, der Höchstwert ist 10. Dieser Index ist bislang nicht Teil des EBM2000plus, ermöglicht aber eine qualitätsgesicherte Dokumentation der Wirbelsäulenfunktion bei den Spondyloarthritiden.

BDRh

Berufsverband Deutscher Rheumatologen  » mehr dazu

BFD Bauchfelldialyse

 4-6h, 4-5*proTag, läuft 6-7 Jahre

BG Berufsgenossenschaft

Bei Arbeits - und Wegeunfällen trägt nicht die Krankenkasse sondern die entsprechenden Berufsgenossenschaft die Leistungspflicht ( siehe auch Durchgangsarzt)

Biological

Gentechnisch hergestellte Form körpereigener Abwehrstoffe, z.B. von Antikörpern.

BIVAS

Vasculitis Activity Score

BRM Biologie oder Modulator der biologischen Reaktion

Ein Globulin, Serum, Vakzin, Antitoxin oder Antigen, das in der Prävention oder Behandlung der Krankheit eingesetzt wird. Zu den bei RA indizierten Biologicals gehören Infliximab, Etanercept, Adalimumab und Anakinra.

BSG Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit

Ein Labortest, bei dem die Sedimentationsgeschwindigkeit von roten Blutkörperchen in einer Blutsäule gemessen wird. Der Test dient als Indikator für das Vorhandensein einer Entzündung.

BSR British Society for Rheumatology 

Eine medizinische Gesellschaft aus Mitgliedern des britischen Gesundheitswesens, die sich der Forschung und Praxis im Bereich der Rheumatologie widmet.

BURCH-Plastik 

Bei dieser Methode werden Haltefäden seitlich des Blasenhalses an der vorderen Scheidenwand angelegt und am sogenannten Cooper'schen Band nahe den Schambeinästen verankert. Hierzu wird häufig ein Bauchschnitt durchgeführt, jedoch ist dieser Eingriff auch per Endoskopie möglich. Besteht eine Genitalsenkung, so ist zu prüfen, ob gleichzeitig ein Harnverlust vorliegt oder eine solche Situation verschleiert ist. Dann wird häufig eine kombinierte Operationsmethode angewendet.

Bursa

Ein geschlossener, mit Flüssigkeit gefüllter Beutel, der als gleitende Oberfläche die Reibung zwischen den Geweben des Körpers verringert. Die größten Bursae befinden sich in der Nähe der Sehnen von großen Gelenken, etwa der Schultern, Ellbogen, Hüfte und Knie.

BVAS Birmingham Vasculitis Activity Score

Der BVAS ist ein validiertes englischsprachiges Assessment-Instrument zur Erfassung der Krankheitsaktivität bei Patienten mit primär systemischen Vaskulitiden (Luqmani 1994). Von der International Network for the Study of the Systemic Vasculitides (INSSYS) wurde der Score mehrfach revidiert und in einer neuen Fassung in 2001 publiziert (Stone 2001). Für den BVAS existieren 2 Scorewerte: Der Höchstwert für den BVAS.1, der die Aktivität bezüglich neue aufgetretener Symptome beschreibt ist 63. Der Höchstwert für den BVAS.2, der als Score die seit mindestens 6 Monaten bestehenden, potentiell reversiblen Veränderungen beschreibt, ist 33.

B-Zelle B-Lymphozyt

B-Zellen werden im Knochenmark gebildet und reifen zu Plasmazellen heran, die Antikörper zur Krankheitsabwehr bilden. B-Zellen scheinen in vielfacher Hinsicht an Autoimmun-Regulationsstörungen und der RA beteiligt zu sein. Dazu gehören die Bildung von Auto-Antikörpern, die Antigenpräsentation, die Bildung von Zytokinen, Wechselwirkungen zwischen T-Zellen und B-Zellen und die Stimulation von Effektorzellen. B-Zellen treten auch als Antigen-präsentierende Zellen auf und bilden Rheumafaktor-Antikörper. Neuere Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass die T-Zell-Aktivierung in der Synovialis bei RA möglicherweise von den B-Zellen abhängig ist, was bedeuten würde, dass sich Therapien, die gezielt B-Zell­Subpopulationen abbauen, bei der Behandlung der RA-Symptome als hoch wirksam erweisen könnten.

 

 



C

CAPD

Continous Applied PD

CD Differenzierungs-Cluster 

Zellmembranmoleküle, anhand derer Leukozyten in Untergruppen (z. B. CD4, CD20) eingeteilt werden.

Chimäres Molekül

Eine gentechnisch herbeigeführte Fusion von Teilen eines Mausantikörpers mit Teilen eines menschlichen Antikörpers. Es wurde entwickelt, um die durch Mausantikörper ausgelöste HAMA-Reaktion zu verringern.

Chloroquin

Basismedikament bei Rheuma, Anti-Malaria-Mittel. Eher bei leichten Verläufen.

Ciclosporin

Wichtiger immunsuppressiver Wirkstoff zur Unterdrückung von Abwehrreaktionen des Immunsystems. Klassisches Mittel zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen nach einer Transplantation. Basismedikament bei schweren Verläufen der rheumatoiden Arthritis, auch in Kombination mit Methotrexat.

CME

Continuing Medical Education Points  Fortbildungspunkte. Fortbildungsveranstaltungen, die nach Qualität, Dauer und Form unterschiedlich sein können, werden mit einer unterschiedlichen Anzahl von Punkten gewichtet, so dass ein Maß für die abgelisteten Fortbildungen entsteht. Seit dem 1.1.2004 besteht durch das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) eine Nachweispflicht der ärztlichen Fortbildung. Vertragsärzte müssen demnach binnen 5 Jahren 250 Fortbildungspunkte zu sammeln. » mehr dazu

Common Trunk

Corticoide

Cortisonpräparate

Cortison

Hormon der Nebenniere; beeinflußt u.a. den Zucker- und Fettstoffwechsel sowie den Wasserhaushalt; unterdrückt Entzündungen und allergische Reaktionen; wird v.a. zur Bekämpfung akuter Entzündungen und Schmerzen eingesetzt.

COX Cyclooxygenase 

Ein Enzym,-das die Produktion von Prostaglandinen reguliert. Eine Unterform, COX-1, trägt zur Funktionsfähigkeit des Magens, der Darmschleimhäute, der Blutplättchen und der Nieren bei. COX-2 ist normalerweise in den meisten Geweben nicht vorhanden, wird jedoch an Entzündungsherden gebildet und trägt zur Entzündung und zur Schmerzentstehung bei. NSAID- und COX-2-Inhibitoren wirken als Entzündungshemmer.

CRP C-reaktives Protein 

Das C-reaktive Protein ist ein Indikator, dessen Serumkonzentration auf eine akute Entzündung hinweist.

CT Computertomographie

ein röntgenologisches Schichtaufnahmeverfahren  zur Darstellung von Weichteilstrukturen

 


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D

DAS Krankheitsaktivitäts-Index  (Disease Acivity Score)

Ein Index, mit dem die Krankheitsaktivität von Patienten mit RA gemessen wird.

Dendrit

Ein wichtiger Regulator des Immunsystems, der als Antigen-präsentierende Zelle fungiert, T-Zellen aktivieren und das Wachstum und die Differenzierung von B-Zellen anregen kann.

DGRH

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie  » mehr dazu

DGOOC

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

DMARD

Krankheitsmodifizierende Antirheumatika. Eine Gruppe von Medikamenten, die den Krankheitsverlauf der RA modifizieren und zu einer Verlangsamung der Krankheitsprogression führen. Bei RA indiziert sind u. a. Methotrexat, Sulfasalazin und Hydroxychloroquin.

Dupuytren 

Beugesehnenverkürzung der Finger durch bindegwebige Verhärtung ; meist mit Beteiligung der Hände

 


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E

ECLAM European Consensus Lupus Activity Measurement

Dieser 1991 entwickelte Score erfasst die aktuelle Krankheitsaktivität eines Patienten mit einem systemischen Lupus erythematodes (Vitali 1992, Mos-ca2000). Es gehen sowohl vorliegende klinische Manifestationen als auch laborchemische Parameter (Blutsenkungsgeschwindigkeit, Komplementverbrauch) in den Score ein. Ein Gesamtscore errechnet sich aus einer Gruppe von 12 Unterkategorien (Vitali 1992). Scorewerte oberhalb von 10 werden auf 10 abgerundet, so dass der Höchstwert 10 beträgt. Der ECLAM Score kann auch retrospektiv zur Dokumentation der Krankheitsaktivität

Elektrolytstand

Salzkonzentration im Blut, die auf Erkrankungen, insbesondere der Nieren, hinweisen kann. Zu den Elektrolyten zählen Natrium, Kalium, Chlorid, Kalzium und Phosphat.

Entzündliche Synovitis

Entzündung der Synovialmembran, der geschmeidigen, Gelenkschmiere absondernden Innenschicht des Gelenkes.

Enzym

Ein Protein, das chemische Reaktionen beschleunigt, selbst jedoch unverändert bleibt.

EULAR European League Against Rheumatism

Eine europaweit organisierte Gruppe, die das Ziel verfolgt, die Forschung, Prävention, Behandlung und Rehabilitation rheumatischer Erkrankungen zu fördern und zu unterstützen.

 


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F

Familiär

Ein Krankheitszustand, der in einer Häufigkeit bei Mitgliedern einer Familie auftritt, die nicht allein durch Zufall bedingt sein kann. Eine Familienkrankheit kann genetisch oder durch Umweltfaktoren bedingt sein.

FBC Blutbild 

Eine Untersuchung der normalen Blutbestandteile, wobei die Anzahl und Art der roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen festgestellt wird.

FFbH

Funktionsfragebogen Hannover

Fibromyalgie

Unter Fibromyalgie versteht man eine Erkrankung, die durch langanhaltende Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates (Sehnen, Muskeln) charakterisiert ist. Daneben sind allgemeine Krankheitssymptome, Schlafstörungen und Depressionen nicht selten. Meist sind Frauen ab dem 35. Lebensjahr betroffen. Die Ursache ist noch unbekannt, es kommt jedoch zu keiner krankhaften Veränderung in Muskeln und Sehnen.

 


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G

Gelenkkapsel

Eine taschenartige Hülle, die die Höhle des Synovialgelenks umgibt und aus einer 1'ibrösen Schicht und einer Synovialmembran besteht.

Gen

Ein DNS-Segment, das zur Ausprägung des Phänotyps / zu den Körperfunktionen beiträgt.

Glukokortikoide

Eine Gruppe von Kortikosteroiden wie Hydrokortison oder Dexamethason, die am Kohlenhydrat-, Protein- und Fettstoffwechsel beteiligt sind, entzündungshemmend und immunsuppressiv wirken und zur Linderung der RA-Symptome eingesetzt werden (siehe Kortikosteroide).

GMAR

Gesellschaft medizinischer Asisstenzberufe für Rheumatologie e.V. siehe>>

Goldpräparate

Goldsalze; Klassische Basismedikamente bei rheumatoider Arthritis, nachweisliche Wirkung gegen rasches Fortschreiten der Gelenkzerstörung. Auf Grund von Nebenwirkungen begrenzt eingesetzt.


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H

HACA Humaner antichimärischer Antikörper

Ein chimärischer monoklonaler Antikörper, der einem Menschen verabreicht wird, wird vom menschlichen Immunsystem möglicherweise als Fremdprotein erkannt. Das menschliche Immunsystem bildet eigene humane Antikörper gegen die eingedrungenen chimärischen Antikörper .

HAMA Humaner Anti-Maus-Antikörper

Ein Maus-Antikörper, der einem Menschen verabreicht wird, wird vom menschlichen Immunsystem möglicherweise als Fremdprotein erkannt. Das menschliche Immunsystem bildet eigene humane Antikörper gegen die eingedrungenen Maus-Antikörper

HAQ 

Health Assessment Questionaire

HAQ DI

HAQ-Behinderungs-Index  (Health Assessment Questionaire Damage Index)

Ein prognostisches Bewertungsinstrument, anhand dessen die physische Funktionsfähigkeit von Patienten mit Arthritis beurteilt werden kann.

HLA Humanes Leukozytenantigen

Ein 'Kodiersystem' auf Zellen, mittels dessen die normalen Gewebe des Körpers von Fremdgeweben oder eindringenden Pathogenen unterschieden werden können.

HLA Humanes Leukozyten-Antigen-System

Regulationssystem des Organismus zur Abwehr von Fremdstoffen

Humorale Immunität

Nach allgemeiner Annahme eine B-Zell-vermittelte Immunität, in deren Rahmen B-Zellen und Plasmazellen Antikörper gegen Fremdstoffe (Antigene) bilden und T­Zellen stimulieren, diese anzugreifen (zelluläre Immunität) (siehe T-Zellen und B-Zellen).

 


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I

IFNg Interferon-gamma

Interferone: Eiweißstoffe, die im Rahmen einer Immunantwort gebildet werden. Wirken z.B. antiviral (eher INFa und b) und immunmodulatorisch (eher IFNg), also aktivierend oder unterdrückend z.B. auf die Produktion von Antikörpern.

IL-1 Interleukin-1 

Ein Zytokin, das die Proliferation von T-Helferzellen sowie das Wachstum und die Differenzierung von B-Zellen bewirkt. Der IL-1-Rezeptorantagonist Anakinra wird für die Behandlung von RA eingesetzt (siehe Biologic).

IL-2 Interleukin 2

Eiweißstoff, der  zur Kommunikation innerhalb der Zelle wichtig ist. IL 2: Wird im Rahmen einer Immunreaktion produziert, aktiviert bestimmte Immunzellen.

Immunoglobulin

Ein von Plasmazellen und Lymphozyten gebildetes Protein, das den Körper vor Pathogenen schützt.

Immunsuppression

Unterdrückung der Körperabwehr (durch Medikamente), um die Abstoßungsreaktion gegen Fremdkörper bzw. - bei Autoimmunerkrankungen - körpereigene Gewebe zu unterbinden.

Immunsuppression oder immunitätshemmendes Mittel

Ein Medikament, das die Aktivität des Immunsystems verlangsamt oder zum Stillstand bringt. Immunitätshemmende Mittel können verabreicht werden, um eine Immunreaktion des Körpers nach einer Organtransplantation zu verhindern oder eine Autoimmunkrankheit wie die rheumatoide Arthritis zu behandeln.


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J

Jejunum 

Der Leerdarm - mittlerer Teil (ca. 2/5) des Dünndarms (nach Duodenum -Zwölffingerdarm)


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K

Karpal-Tunnel-Syndrom 

durch mechanische Kompression des Nervus medianus verursachte Schädigung der Daumenballenmuskulatur sowie Empfindungsstörung der Hohlhand und der Finger I (Daumen) bis Finger III ( Mittelfinger)

Knopflochdeformität

Eine bei schwerer RA typische Fingerdeformität mit fixierter Beugestellung der mittleren Interphalangealgelenke und Hyperextension der distalen Interphalangealgelenke.

Knorpel

Ein elastisches Gewebe, das die Knochenenden bedeckt, abpolstert und nährt.

Komplement

Ein funktionales System aus Serumproteinen, deren Zellrezeptoren und Regulator­proteinen, die an einer Reihe von biologischen Funktionen beteiligt sind, u. a. an der Zellauflösung und der Phagozytose.

Kortikosteroid

Potente, entzündungshemmende Hormone, die durch die Nebennierenrinde natürlicherweise im Körper gebildet werden oder zur Behandlung verschiedener Krankheiten therapeutisch verabreicht werden. Sie werden unterteilt in Glukokortikoide und Mineralokortikoide.

Kortikosteroide

Die synthetische Form der natürlichen Hormone, die eine potente entzündungs­hemmende Wirkung haben; sie können durch Injektion oder oral verabreicht werden.

Kreatininspiegel

Der Blutkreatininspiegel dient als Indikator für die Nierenfunktion.


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L

Lungenentzündung 

"Pneumonie","Bronchopneumonie"

Lymphozyten

Weiße Blutkörperchen, Teil des Immunsystems. Zwei Hauptklassen werden unterschieden


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M

MAb Monoklonaler Antikörper 

Eine Substanz, gewöhnlich ein Protein, die im Labor synthetisch in reiner Form durch einen einzigen Zellklon (Population) hergestellt wird. Diese Antikörper können in großen Mengen produziert werden und weisen eine besondere Affinität für Antigene auf. Sie können zur Untersuchung von Krankheiten oder als Therapeutikum eingesetzt werden. MabThera® ist ebenfalls ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von Krankheiten zum Einsatz kommt.

MabThera

MabThera ist ein therapeutischer monoklonaler Antikörper, der selektiv auf B-Zellen abzielt. MabThera wirkt durch eine Anbindung an das CD20-Antigen, wodurch es die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers in Gang setzt, die dann selektiv die B-Zellen abbauen, ohne Stamm­oder Plasmazellen anzugreifen, sodass die normalen Schutzfunktionen nicht beeinträchtigt werden.

Makrophage

Ein weißes Blutkörperchen, das Fremdsubstanzen aufnimmt. Makrophagen sind zentrale Zellen in Bezug auf die Immunreaktion auf körperfremde Eindringlinge, etwa infektiöse Mikroorganismen.

Mamma-Karzinom 

"Brustkrebs", meist vom oberen Quadranten ausgehende bösartige Geschwulst der Brustdrüse der Frau

MMP Matrixmetallproteinase 

Eine Gruppe von Enzymen, die für die Matrixzerstörung, die zur Gelenkdestruktion bei der RA beiträgt, verantwortlich ist. Sie zerstört unmittelbar den Knorpel und den Knochen und fördert indirekt die Angiogenese.

MRT Magnetresonanztomografie

Ein besonderes Diagnoseverfahren zur Abbildung der internen Strukturen, insbesondere der Weichteile. Dabei werden die Moleküle in den zu untersuchenden Geweben durch ein Magnetfeld 'angeregt'. Die molekulare Energie wird in hochwertige Querschnittsbilder einer Struktur des Körpers übertragen.

MTX Methotrexat 

Ein Antimetabolit, der als Folsäureantagonist die Synthese von DNS, RNS und Eiweiß hemmt. Mit Methotrexat werden bestimmte Krankheiten behandelt, die durch abnormal schnelles Zellwachstum gekennzeichnet sind, etwa die Myelozytenleukämie (AML) und die Psoriasis. Methotrexat hat sich auch bei der Therapie einiger Autoimmunkrankheiten wie der Dermatomyositis und der RA bewährt.


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N


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O

OA Osteoarthritis 

Eine Gelenkkrankheit, die durch degenerative Veränderung des Knochens und des Knorpels eines oder mehrerer Gelenke sowie durch progressiven Verschleiß gegenüber liegender Gelenkoberflächen gekennzeichnet ist und in der Folge zu Schmerzen, einer Verdrehung der Gelenkposition und Bewegungseinschränkung führt.

Osteopenie

Abnahme an Knochenmaterial. Wird die Osteopenie nicht behandelt, kann sie sich zur Osteoporose ausweiten.

Osteophyt

Ein kleiner, abnormaler Knochenauswuchs.

Osteoporose

Die pathologische Weiterentwicklung einer Osteopenie, bei der die Knochenmasse so stark reduziert ist, dass das Skelettsystem angegriffen wird und seine Tragfähigkeit verliert. Die Osteoporose prädisponiert für Frakturen, insbesondere im Bereich des Rückgrats, der Hüfte und der Handgelenke.


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P

Periartikuläre Osteopenie

Leichte Knochenausdünnung um die Gelenke.

Plasmazellen

Antikörper bildende Zellen, die von B-Zellen abstammen; es handelt sich um spezialisierte, gereifte Zellen, die langfristig für die Bildung von Immunoglobulinen sorgen.

Polygen

Eine Erbkrankheit, die von zwei oder mehreren Genen gemeinsam verursacht wird, z. B. die koronare Herzkrankheit, Diabetes, Hypertension und Ulcus pepticum.

Polymyalgia rheumatica

Die Polymyalgia rheumatica ist eine entzündlich- rheumatische Muskelerkrankung unbekannter Ursache, die meist nach dem 65. Lebensjahr auftritt. Typisch sind plötzlicher Krankheitsbeginn, heftige nächtliche Muskelschmerzen und gutes Ansprechen auf Cortisonpräparate. Daneben sind allgemeine Krankheitssymptome und depressive Verstimmung häufig. Betroffen sind vor allem große, körperstammnahe Muskeln, wobei charakteristischerweise die Muskelkraft nicht reduziert ist. Gefürchtete Komplikation ist die Vasculitis, d.h. eine Beteiligung der Blutgefäße. Die sog. Arteriitis temporalis kann unbehandelt zur Erblindung führen..

PRES Padiatric Rheumatologic European Society

Prostaglandine

Eine Gruppe von natürlichen chemischen Substanzen, die in vielen Geweben des Körpers gebildet werden. Sie tragen zur Funktionsfähigkeit des Magens, der Darmschleimhäute, der Blutplättchen und der Nieren bei.

PSS Progressive Systemische Sklerodermie

Die progressive systemische Sklerodermie (PSS) ist eine seltene, chronisch-progrediente Erkrankung, die meist Frauen mittleren Alters betrifft. Sie gehört zu den Autoimmunerkrankungen aus der Gruppe der Kollagenosen. Das heißt, das Immunsystem greift das körpereigene Bindegewebe an, löst dadurch eine Entzündungsreaktion aus und führt in der Folge zu Elastizitätsverlust und Verhärtung der betroffenen Strukturen. Im Anfangsstadium sind in der Regel nur die Haut und periphere Blutgefäße betroffen, später auch innere Organe (Magen-Darm-Trakt, Herz, Lunge, Niere, Auge). Typisch sind Durchblutungsstörungen der Finger, Mimikverlust (sog. Maskengesicht) und Schluckstörungen bei Beteiligung der Speiseröhre.


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Q


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R

RA Rheumatoide Arthritis 

Eine Autoimmunkrankheit, die durch die progressive Zerstörung von Gelenkbestandteilen gekennzeichnet ist. Die RA verkürzt die Lebenserwartung, da sie wichtige Organsysteme befällt. Wird die RA nicht oder unzureichend behandelt, kann sie zu ernsthaften Schädigungen eines oder mehrerer Gelenke führen, was häufig dauerhafte Invalidität zur Folge hat. Von RA, einer der häufigsten Formen von Autoimmunkrankheiten, sind weltweit mehr als sechs Millionen Menschen betroffen. Frauen leiden dreimal so häufig an RA wie Männer.

Reiter-Syndrom

Das Reiter-Syndrom ist eine Erkrankung, die durch das gemeinsame Auftreten von Gelenkentzündungen, Bindehautentzündungen des Auges, einer Harnröhrenentzündung sowie Hautveränderungen gekennzeichnet ist. Es tritt nach bestimmten bakteriellen Infektionen des Darmes und der Harnwege auf. Besonders häufig betroffen sind Menschen mit dem HLA-B27-Antigen. Es erkranken vorwiegend junge Männer.

RF Rheumafaktor 

Ein Antikörper, der durch B-Zellen gebildet wird und im Blut sowie in der Synovialmembran eines Gelenkes vorkommt. Bei sieben von zehn Menschen, die an RA leiden, ist dieser Antikörper vorhanden, und dies deutet im Allgemeinen auf eine schwerere und schneller voranschreitende Form der Krankheit hin.

Rheumaknoten

Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis typische feste Knoten, die üblicherweise an Druckstellen des Körpers auftreten, meist nahe der Ellbogen.

Rheumatismus

Ein allgemeiner Begriff, der jeden Krankheitszustand bezeichnet, der mit Schmerzen, Entzündungen oder Gelenk-, Muskel- oder Knochenschädigung einhergeht.


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S

Schwanenhalsdeformität

Eine bei schwerer RA typische Deformität des Fingers mit Hyperextension der mittleren Interphalangealgelenke und fixierter Beugestellung der distalen Interphalangealgelenke der Hände.

SCL90-R Symptomcheckliste SCL-90-Revised

Die Symptomcheckliste SCL-90-R misst die subjektiv empfundene Beeinträchtigung durch neunzig vorgegebene körperliche und psychische Symptome der Person in einem Zeitfenster von sieben Tagen (Franke 1995, Derogatis 1976, 1977). Es ergeben sich drei globale Indices und Einzelwerte für neun Subskalen, die die folgenden Bereiche abdecken: - Somatisierung - Zwanghaftigkeit - Unsicherheit im Sozialkontakt - Depressivität - Ängstlichkeit - Aggressivität / Feindseligkeit - phobische Angst, paranoides Denken und Psychotizismus. Die Skalenwerte und globalen Indices werden sowohl geschlechts- wie ausbildungsnormiert und mit einer Normalpopulation verglichen. Die SCL-90-R wurde bereits erfolgreich auch bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen eingesetzt (Dobkin 1998, McGuire 2001, Richter 2003).

SF-12 Short Form 12 Health Survey (Short Form 12 Health Survey)

Mit dem SF-12 steht eine Kurzform zum SF 36 zur Verfügung (Bullinger 1996 und Test-zentrale). Der SF-12 ermöglicht die solide Reproduktion der Varianz durch körperliche und psychische Gesundheit, wie sie mit dem SF-36 erfasst wird, jedoch nur mit einem Drittel Zeitaufwand und Belastung der Befragten (Bullinger Hogrefe Verlag). Die Lebensqualität wird bei dem SF-12 in zwei Summenscores für "physische" und "mentale" Lebensqualität abgebildet (Bullinger 1998). Beide Instrumente wurden inzwischen auf deutsch validiert und in zahlreichen Studien zu entzündlich-rheumatischen Erkrankungen eingesetzt (Mathias 2000, Kosinski 2001, Friedman 2003, Thumboo J 1999, Hagen 1999, Stucki 1997, Ruof 1999). Daten der ersten randomisierten klinische Studie zur Therapie der ankylosierenden Spondylitis (AS) mit Infliximab zeigen, dass sich in der Rheumatologie der SF-36 durch den praktikableren SF-12 ersetzen lässt. Die Ergebnisse der Studie bestätigen die derzeitige Praxis, in Kohortenstudien und randomisierten klinischen Studien gleichberechtigt den SF-12 einzusetzen (Haibel 2004, Zink 2004, Bullinger 1998).

SF-36 Short Form 36 Health Survey (Short Form 36 Health Survey)

Der SF-36 ist ein krankheitsübergreifendes Messinstrument zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Patienten. Die 8 erfassten Dimensionen lassen sich in die Bereiche "körperliche Gesundheit" und "psychische Gesundheit" einordnen: - Körperliche Funktionsfähigkeit - Körperliche Rollenfunktion - Körperliche Schmerzen - Allgemeine Gesundheitswahrnehmung - Vitalität - Soziale Funktionsfähigkeit - Emotionale Rollenfunktion - Psychisches Wohlbefinden. Das Instrument SF-36, dem eine über 30jährige Entwicklungsarbeit zugrunde liegt, hat sich als Standardinstrumentarium zur Erfassung der subjektiven Gesundheit herauskristallisiert, sein Gebrauch wird auch von internationalen Zulassungsbehörden wie z.B. der FDA zumindest informell empfohlen (Bullinger Hogrefe Verlag).

SL systemische Vaskulitiden

SLAQ  Systemic Lupus Activity Questionnaire (Systemic Lupus Activity Questionnaire)

Der SLAQ ist ein Patientenfragebogen zur Erfassung der Krankheitsaktivität bei SLE, der auf dem etablierten SLAM-Fragebogen basiert. Der SLAQ-Fragebogen korrelierte gut mit dem Basisfragebogen (Karlson 2003). Die deutsche Übersetzung ist bisher nicht validiert.

SLE Systemischer Lupus erythematodes (Systemic Lupus Erythematosus)

Der systemische Lupus erythematodes (SLE) ist eine Autoimmunerkrankung aus der Gruppe der Kollagenosen, die vorwiegend junge Frauen betrifft. Dabei kommt es aus ungeklärter Ursache zu Abwehrreaktionen gegen körpereigene Zellelemente und in der Folge zu Entzündungen in verschiedenen Organen (in erster Linie Haut, Blutgefäße, Nieren und Gelenke). Typisch ist das schmetterlingsförmige Erythem (Erythem= Rötung) des Gesichtes, das durch Sonnenbestrahlung verstärkt wird. Daneben kommt es zu Gelenksschmerzen, Durchblutungsstörungen der Finger und allgemeinen Krankheitssymptomen. Nierenbeteiligung kann zum chronischen Nierenversagen führen.

SLEDAI Systemic Lupus Erythematosus Disease Activity Index

Der SLEDAI wurde von dem „Committee on Prognosis Studies in SLE“ zur Beschreibung der Krankheitsaktivität bei SLE Patienten entwickelt und 1992 erstmalig publiziert. Insgesamt werden 24 Parameter, die neun verschiedene Organsysteme abbilden, mit unterschiedlichen Faktoren gewichtet, der Score erreicht einen Maximalwert von 105 (Bombardier 1992). Der in Documed.rh implementierte SELENA-SLEDAI bezieht sich auf die letzten 10 Tage.

SLICC Systemic Lupus International Collaborating Clinics / ACR Damage Index  (Systemic Lupus

SLICC/ACR Systemic Lupus International Collaborating Clinics / ACR  Behinderungs Index

Der SLICC dient bei SLE Patienten der Erfassung von chronischen Schäden an 9 verschiedenen Organsystemen(Auge, ZNS, Niere, Lunge, Herz, Gefäße, Gastrointestinaltrakt, Bewegungsapparat, Haut, sonstige), die seit mindestens 6 Monate bestehen. Es werden Schäden erfasst, die entweder durch die Erkrankung selbst oder die durch die erforderliche Therapie verursacht sind (Gladman 1996, 1997, 2000). Es konnte gezeigt werden, dass der Score neben der Beschreibung des vorliegenden Damage auch zur Prognoseeinschätzung eingesetzt werden kann. Der Maximalscore beträgt 47.

SPA Ankylosierende Spondylarthritis

Form der Arthritis, die im Wesentlichen die Wirbelsäule betrifft, jedoch auch die Schultern, Hüfte und Knie befallen kann. Sie tritt am häufigsten bei Männern unter 40 Jahren auf.

Stammzelle

Eine nicht spezialisierte (nicht differenzierte) Zelle. Stammzellen können sich noch teilen und in hoch spezialisierte Zellen differenzieren und ersetzen damit abgestorbene oder zerstörte Zellen.

Synovialmembran

Bindegewebe in der Höhle des Synovialgelenks, das Synovia bildet, eine das Gelenk schmierende und nährende Flüssigkeit.

Synovitis

Entzündung der Synovialmembran in der Gelenkkapsel.

Systemischer Lupus erythematodes

Eine Autoimmunkrankheit, bei der das körpereigene Immunsystem die Gewebe des Körpers angreift. Diese Krankheit tritt in allen Lebensaltern auf, häufig jedoch bei jungen Frauen.

 


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T

TEE transoesphageale Farbdopplerechokardiographie

transoesphageale Farbdopplerechokardiographie

TNF-alpha Tumornekrosefaktor alpha

Ein natürliches körpereigenes Protein, das bei Synovialentzündungen eine Rolle spielt. Anti-Zytokine wie Etanercept, Adalimumab, Infliximab und Anakinra wirken gezielt gegen den TNF-alpha. Obwohl sie sich bei der Behandlung einiger RA-Fälle als wirksam erwiesen haben, spricht ein Teil der Patienten, die mit einer Anti-TNF-alpha-Therapie behandelt wurden, bei einer Initialbehandlung nicht ausreichend auf die Therapie an oder verträgt diese nicht (siehe Biologic).

TVT Tension-free Vaginal Tape

( spannungsfreies Vaginalband) ist ein speziell entwickeltes Kunststoff-Band, das die Harnröhre spannungsfrei unterstützt. Es wird von der Scheide aus über einen 1,5 cm großen Schnitt eingebracht und benötigt keine zusätzliche Fixierung. Es handelt sich bei diesem Eingriff um eine mikro-invasive Operationstechnik, bei der insgesamt lediglich drei kleine Einschnitte erforderlich sind. Ein großer Vorteil der Operation ist, dass diese in örtlicher Betäubung vorgenommen werden kann

T-Zelle (T-Lymphozyt)

Weißes Blutkörperchen, das eine wichtige Rolle im Immunsystem spielt. T-Zellen treten in drei unterschiedlichen Arten auf, wobei jeder Typus verschiedene Untergruppen aufweist. Die am häufigsten vorkommenden T-Zellen sind T-Helferzellen, T-Killerzellen und T­Suppressorzellen. T-Zellen bewirken die zellvermittelte Immunität (siehe B-Zellen und Humorale Immunität).

 


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U

UEMS

Union Of European Medical Specialists


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V

VFS Vanderbilt Fatigue Score

 Der VFS besteht aus vier Fragen und misst patientenseitig die Häufigkeit und den Schweregrad der Müdigkeit von Patienten. Er wurde bereits bei Patienten mit SLE und Fibromyalgie eingesetzt (Tayer 2001). Eine validierte deutschsprachige Version liegt bislang nicht vor.

VRA

Verband Rheumatologischer Akutkliniken siehe>>


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W


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X


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Y


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Z

Zellvermittelte Immunität

Allgemein wird angenommen, dass es sich um eine T-Zell­vermittelte Immunität handelt, initiiert durch das Andocken der T-Zelle an die Oberfläche anderer Zellen, die das Antigen präsentieren und eine Reaktion auslösen, an welcher andere Lymphozyten und Leukozyten beteiligt sein können.

Zyste 

durch eine Gewebskapsel abgeschlossener Gewebehohlraum mit dünn- bis dickflüssigem Inhalt

Zystoskopie 

Spiegelung der Harnblase (siehe auch Endoskopie )

Zytokine

Kleine Proteine, die Entzündungsreaktionen regulieren.


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